Vasektomie


Wenn Ihre Familienplanung abgeschlossen ist, stellt sich die Frage nach einer sicheren Verhütungsmethode.

Ob eine Vasektomie für Sie das Richtige ist, lässt sich nur in einem persönlichen Gespräch klären. Als Experte für die Vasektomie berate ich Sie dabei umfassend und individuell. In den folgenden Abschnitten finden Sie erste Informationen zum Thema Vasektomie und Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Eine Vasektomie ist von der chirurgischen Seite her als Eingriff nichts Besonderes und mit einer gewissen Routine nicht schwierig, aber es ist ein gewichtiger Schritt für Ihr Leben. Da es sich bei der Vasektomie und Sterilisation beim Mann um einen sehr persönlichen Eingriff handelt, legen wir großen Wert auf eine vertrauensvolle Atmosphäre und eingehende Beratung.

Der operative Eingriff

Was passiert bei der Sterilisation beim Mann?


Die Vasektomie ist ein chirurgischer Eingriff, der zur Empfängnisverhütung beim Mann eingesetzt wird. Häufig wird die Vasektomie auch als Sterilisation des Mannes bezeichnet. Bei der Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt.

Die Spermien werden im Hoden produziert und reifen im Nebenhoden heran. Aus dem Nebenhoden entwickelt sich der Samenleiter, der Nebenhoden und Prostata verbindet und durch den Leistenkanal in den Bauchraum zieht. Über den Samenleiter werden beim Orgasmus die Spermien zusammen mit Prostata- und Samenblasensekret aus der Harnröhre nach außen gebracht. Der gesamte Samenleiter ist etwa 15-20 cm lang und etwa streichholzdick. Man kann ihn oberhalb des Hodens im Samenstrang tasten. Wichtig zu wissen ist, dass nur etwa 5% des Volumens des Spermas in Hoden und Nebenhoden produziert werden, sodass nach der Vasektomie (der Durchtrennung des Samenleiters) weiterhin 95% des Spermavolumens vorhanden ist.

Dadurch ist zu erklären, dass nach einer Sterilisation beim Mann der Orgasmus und der Samenerguss nahezu unverändert ist.

Die Art der Betäubung

In unserer Praxis können Sie zwischen 2 Möglichkeiten der Narkose wählen. Ein Großteil der Patienten lässt sich mittlerweile unter örtlicher Betäubung operieren. Hierbei wird die Haut und der Samenleiter bis zur absoluten Schmerzfreiheit betäubt, sodass bis auf das Spritzen der Medikamentenlösung keine Schmerzen entstehen.

Sollten Sie eine Operation in Vollnarkose wünschen, ist dies kein Problem – die erfahrenen Kollegen der Anästhesie in der Saaleklinik kümmern sich auch hierum.


Die Durchführung

Der Samenleiter wird am Übergang von Hodensack zur Leiste unter der Haut getastet und mit den Fingern unter der Haut fixiert. Hierzu wird eine spezielle Klemme verwendet. Es erfolgt eine lokale Narkose um den Samenleiter und das umgebende Gewebe.

Vor Beginn des Eingriffes wird die Narkosewirkung mit einer Pinzette überprüft. Bei der „Non scalpel“ Vasektomie wird die Haut über dem Samenleiter etwa 5-10mm mit einer speziellen Klemme eröffnet, ein klassischer Schnitt wird nicht mehr durchgeführt. Das Gewebe wird leicht gespreizt und der Samenleiter mit einer Pinzette hervorgeholt. Der Samenleiter wird mit zwei Klemmen gefasst und ein Teilstück von etwa 1 cm mit einer Schere entfernt. Die beiden Enden werden mit Strom verschlossen, anschließend vernäht und in unterschiedlich Gewebsschichten zurück in den Hodensack verlagert. Danach wird die Haut mittels eines speziellen Gewebeklebers verklebt. Nach der Operation werden 2 Pflaster angelegt, die bis zum Folgetag nicht entfernt werden sollten.

Allgemeine Erklärungen und Nebenwirkungen

Insgesamt dauert der Eingriff etwa 30-40 Minuten. Die Sicherheit ist bei der Vasektomie wichtiger als die Geschwindigkeit.

Die Nachbehandlung

Erfolgt Ihr Eingriff ambulant in örtlicher Betäubung in der Praxis, können Sie selbst Auto fahren.

Sollten Sie sich für eine Vollnarkose entschieden haben, beachten Sie bitte die Beeinträchtigung im Straßenverkehr, sodass Sie mindestens 24 Stunden lang nicht aktiv am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen führen dürfen. Organisieren Sie zudem innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Operation eine Betreuung, die sich um Sie kümmern kann.

Eine Nachbehandlung erfolgt in den allermeisten Fällen am Tag nach der Operation. Eine klassische Naht mit Faden ist nicht nötig, der Wundverschluss erfolgt mittels Gewebekleber. Dieser löst sich zumeist nach wenigen Tagen. Zuhause sollten Sie sich am Operationstag besser überwiegend hinlegen, den Hodensack hochlegen und immer wieder kühlen. Sportliche und körperliche Aktivitäten können Sie nach 4-5 Tagen wieder wie gewohnt unternehmen.

Direkt nach der Operation können sich noch Spermien in Schleimhautfalten der Samenblasen oder in der Prostata aufhalten, sodass dann ggf. noch eine Befruchtung stattfinden kann! Die Zeugungsunfähigkeit kann erst dann bescheinigt werden, wenn 3 Spermiogramme im Abstand von 4 Wochen nach der Operation keine befruchtungsfähigen Spermien mehr zeigen. Bis dahin sollte noch verhütet werden, um sicher eine Schwangerschaft auszuschließen.

In der Literatur wird beschrieben, dass in seltenen Fällen (0,02-0,4%) eine spontane Rekanalisation der Vasektomie-Stümpfe stattfinden kann. D.h., die vormals durchtrennten Enden des Samenleiters wachsen wieder zusammen und bilden erneut einen durchgängigen Kanal, sodass erneut Schwangerschaften möglich sind.

Potentielle Nebenwirkungen

Wie bei jedem operativen Eingriff kann es auch bei der Vasektomie zu Einblutungen und Wundinfektionen als Operationsfolge kommen. Diese sind selten, in der Regel harmlos und nur von kurzer Dauer.

Die früher veröffentlichte Behauptung, dass durch die Vasektomie Prostatakarzinome (Prostatakrebs) begünstigt werden können, sind durch Studien und sorgfältige Analysen widerlegt worden.

Während der Operation treten normalerweise - wenn überhaupt - nur geringe Schmerzen auf. Unmittelbare Folgen des operativen Eingriffs können das Auftreten von ziehenden Schmerzen im Hodensack für zwei bis drei Tage sein. In der Regel besteht eine völlige Beschwerdefreiheit.

Da es sich bei der Vasektomie um einen operativen Eingriff handelt, kann es zu einer Nachblutung oder Wundheilungsstörung kommen.

Eine erneute Fruchtbarkeit kann eintreten, wenn die Samenleiterenden wieder zusammenwachsen oder wenn anlagebedingt Samenleiter mehrfach vorhanden sind.

Das seelische Gleichgewicht ist bei manchen Patienten nach der Sterilisation gestört, da sie sich als Männer nicht mehr vollwertig fühlen. Daher ist eine gute Aufklärung und die freie Entscheidung zu diesem Eingriff bei den Patienten von entscheidender Bedeutung. Um partnerschaftlichen Problemen vorzubeugen, empfiehlt sich eine gemeinschaftliche Beratung mit dem Lebenspartner.



Nach Ihrer Vasektomie

Erfolgt Ihr Eingriff ambulant in örtlicher Betäubung in der Praxis, können Sie selbst Auto fahren. Zuhause sollten Sie sich am Operationstag besser überwiegend hinlegen, den Hodensack hochlegen und immer wieder kühlen.


Nebenwirkungen der Vasektomie

Wie bei jedem operativen Eingriff kann es auch bei der Vasektomie zu Einblutungen und Wundinfektionen als Operationsfolge kommen. Diese sind selten, in der Regel harmlos und nur von kurzer Dauer.

Die früher veröffentlichte Behauptung, dass durch die Vasektomie Prostatakarzinome (Prostatakrebs) begünstigt werden können, sind durch Studien und sorgfältige Analysen widerlegt worden.

Während der Operation treten normalerweise unter örtlicher Betäubung geringe Schmerzen auf. Unmittelbare Folgen des operativen Eingriffs können das Auftreten von Schmerzen im Hodensack für zwei bis drei Tage sein. In der Regel besteht eine völlige Beschwerdefreiheit.

Da es sich bei der Vasektomie um einen operativen Eingriff handelt, kann es zu einer Nachblutung oder Wundheilungsstörung kommen. Eine erneute Fruchtbarkeit kann eintreten, wenn die Samenleiterenden wieder zusammenwachsen oder wenn anlagebedingt Samenleiter mehrfach vorhanden sind. Das seelische Gleichgewicht ist bei manchen Patienten nach der Sterilisation gestört, da sie sich als Männer nicht mehr vollwertig fühlen. Daher ist eine gute Aufklärung und die freie Entscheidung zu diesem Eingriff bei den Patienten von entscheidender Bedeutung. Um partnerschaftlichen Problemen vorzubeugen, empfiehlt sich eine gemeinschaftliche Beratung mit dem Lebenspartner.


Häufig gestellte Fragen


Sie können zügig nach der Vasektomie wieder Sex haben. Eine Karenzzeit von 4-5 Tagen ist sinnvoll. Sie sollten allenfalls für ein paar Tage die grundsätzlich empfohlene körperliche Schonung beachten. Achten Sie darauf, dass Sie bis zur Durchführung der Kontrollspermiogramme verhüten!

Die für die Potenz zuständigen Nerven ziehen nach Austritt aus dem Rückenmark in ihrer Endstrecke hinter der Blase und hinter der Prostata zum Penis. Insofern ist es unmöglich, dass Nerven, die für die Potenz zuständig sind, bei der Vasektomie verletzt werden. Einschränkend muss gesagt werden, dass psychologische Faktoren wie das Gefühl des „Verlusts der Männlichkeit” in der Literatur beschrieben sind und im Vorfeld besprochen werden können.

Die Hoden sind essenziell wichtig für die Hormonproduktion beim Mann. Das Testosteron gelangt über Blutgefäße in den Körper. Da bei Durchführung der Vasektomie die entsprechenden Blutgefäße nicht verletzt werden, ändert sich der Hormonstatus und damit die Libido nach der Operation nicht.

Sie können nach einer Vasektomie nach einigen Tagen wieder mit Sport anfangen. Da keine Fäden verwendet werden, ist das Duschen ab dem ersten Tag nach der OP möglich.

Die Risiken bei einer Vasektomie sind grundsätzlich gering, Komplikationen treten sehr selten auf. Generelle Risiken bei jeglichen operativen Eingriffen sind Auftreten von Blutungen, Nachblutungen, Infektionen und Narbenbildung. Einige Männer können die Absetzungsränder als druckschmerzhafte Stellen über einige Wochen tasten.

Ihr Alter zum Zeitpunkt der dauerhaften Empfängnisverhütung ist nicht entscheidend. Es kommt auf ihre individuelle Lebenssituation an. Die meisten Männer sind 30-50 Jahre alt, haben Kinder und haben sich mit Ihrer Partnerin zur Sterilisation entschieden. Aber es gibt auch Männer in jüngeren Jahren, die für sich sicher sind, dass eigene Kinder nicht zu ihrem Leben passen.

Die operative Sterilisation ist auf Dauer angelegt. Zwar kann sie rückgängig gemacht werden, die Erfolgsaussichten sind aber nicht sicher – die Schwangerschaftsrate ist deutlich erniedrigt. Die Vasektomie sollte aber grundsätzlich von einer endgültigen Entscheidung hinsichtlich Familienplanung getragen sein. Die recht hohen Kosten für eine Rückoperation übernehmen die Krankenkassen in Deutschland nicht.

Die Vasektomie ist die sicherste Form der Verhütung, der sogenannte Pearl-Index liegt bei 0,1. Dies ist eine etwas hypothetische Annahme zur Sicherheit von Verhütungsmethoden: Diese Sicherheit der Vasektomie bedeutet, dass von 1000 Frauen, die normal fruchtbar sind und innerhalb eines Jahres regelmäßig Sex mit einem sterilisierten Mann haben, etwa eine Frau schwanger wird. Vergleich: Der Pearl-Index für die Pille liegt bei etwa 1. Der für das Kondom bei 10. Damit ist die Vasektomie 10x so sicher wie die Pille und 100x so sicher wie das Kondom.

Ähnlich wie die Pille bei der Frau oder wie Kondome wird auch die dauerhafte Verhütung für den Mann, die Vasektomie, nicht von der Krankenkasse übernommen. In unserer Praxis liegen die Kosten inklusive der unbedingt notwendigen Nachuntersuchungen und Sicherung der Unfruchtbarkeit bei ca. 450€. Für die pathologische Untersuchung der entnommenen Samenleiter fallen weitere 30-50€ für die mikroskopische Untersuchung des Gewebes an.

Die Spermiogramme, die nach der Vasektomie zur Erfolgskontrolle durchgeführt werden sind bei uns in diesem Preis enthalten.

Sollten Sie sich für eine Vollnarkose entscheiden, fallen zusätzliche Kosten von ca. 180€ an.

Die Kosten der Sterilisation beim Mann werden weder von den gesetzlichen noch von den privaten Krankenkassen übernommen.

Der Samenleiter wird am Übergang von Hodensack zur Leiste unter der Haut getastet und vom Operateur mit den Fingern unter der Haut fixiert. Hierzu kann auch eine spezielle Klemme verwendet werden. Es erfolgt eine lokale Narkose um den Samenleiter und das umgebende Gewebe.

Vor Beginn des Eingriffes wird die Narkosewirkung mit einer Pinzette überprüft. Bei der „Non scalpel“ Vasektomie wird die Haut über dem Samenleiter etwa 5-10mm mit dem einer speziellen Klemme eröffnet, ein klassischer Schnitt wird nicht mehr durchgeführt. Das Gewebe wird leicht gespreizt und der Samenleiter mit einer Pinzette hervorgeholt. Der Samenleiter wird mit zwei Klemmen gefasst und ein Teilstück von etwa 1 cm mit einer Schere entfernt. Die beiden Enden werden mit Strom „verschweißt“, anschließend vernäht und wieder zurück in den Hodensack zurückverlagert. Danach wird die Haut mittels eines speziellen Gewebeklebers

verklebt. Nach der Operation werden 2 Pflaster angelegt, die bis zum Folgetag nicht entfernt werden sollten.


Bis zur Erlangung der Zeugungsunfähigkeit kann es in Einzelfällen bis zu 12 Wochen oder sogar länger dauern, bis der Körper alle restlichen Spermien ausgeschieden hat und die dauerhafte Sterilisation eingetreten ist.

Daher bekommen Sie bei uns Kontrolltermine, an denen Ihr Ejakulat mit dem Mikroskop untersucht wird. Dies geschieht in der Regel nach 4, 8 und 12 Wochen.

Bis zum Nachweis der Zeugungsunfähigkeit sollten alternative Verhütungsmethoden genutzt werden.

Da die Samenzellen nur einen sehr kleinen Anteil am gesamten Samenerguss ausmachen, wird normalerweise kein Unterschied zum Zustand vor der Operation bemerkbar sein.

Die Potenz (Gliedsteife) und die Libido (sexuelle Lust) werden sich durch den Eingriff nicht verändern.

Die Vasektomie wird in unserer Praxis nach der „no scalpel“ Methode in lokaler Schmerzausschaltung durchgeführt. Die „no scalpel“ (ohne Messer) -Methode ist ein sehr schonendes und nebenwirkungsarmes Verfahren zur Sterilisation des Mannes. Die Methode stellt die modernste Art der Samenleiterdurchtrennung dar und wird in der Regel in lokaler Betäubung durchgeführt.

Sollten Sie für Ihre Vasektomie eine Vollnarkose wünschen, ist dies ohne Probleme möglich. In diesem Fall sollte eine Bezugsperson benannt und die Fahrt nach Hause organisiert werden. Nach einer Vollnarkose dürfen Sie kein Fahrzeug führen.

Um die Sicherheit Ihrer Empfängnisverhütung sicherzustellen, wird in der Regel ein etwa 1 cm langes Stück des Samenleiters entfernt und zur Gewebeuntersuchung eingesandt, um nachzuweisen, dass die Samenleiter wirklich vollumfänglich durchtrennt wurden.